Projekte

Hier finden Sie eine Auswahl unserer Angebote und Projekte, damit Sie sich einen Eindruck von unserer Arbeit verschaffen können. Für weitere Informationen laden wir Sie ein, mit uns Kontakt aufzunehmen.

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Beratung zu Wohnen und Bildung in Friedrichshain-Kreuzberg

Ankommen und Teilhaben:

Beratung zu Wohnen und Bildung in Friedrichshain-Kreuzberg

 

Im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg unterstützen wir nach Bedarf neu eingewanderte Menschen vor allem aus Bulgarien und Rumänien, die in prekären Wohnsituationen leben. Wir beraten und begleiten bei der Suche nach einer Wohnung und bei Behördengängen. Darüber hinaus unterstützen wir in diesem Projekt die Bildungsbestrebungen von Kindern im Vorschulalter und beraten Eltern, die ein geeignetes Betreuungsangebot für ihre jungen Kinder (0-6) suchen. In einem verbundenen Projekt im Bezirk arbeiten wir zusammen mit benachteiligten eingewanderten Schulkindern, deren Familien und den Schulen, um den Kindern einen erfolgreichen Schulabschluss zu ermöglichen.

Wir beraten in folgenden Sprachen:
Romanes, Rumänisch, Bulgarisch, Serbisch, Kroatisch, Bosnisch, Englisch, Spanisch und Deutsch.

Unser Projektbüro befindet sich im Aufbau Haus: Prinzenstraße 84, 10969 Berlin, Eingang 2 (U-Bahnhof Moritzplatz).

Irène Servant T +49 30 24045-250

Das Projekt “Beratung zu Wohnen und Bildung in Friedrichshain-Kreuzberg” wird durch die Bundesministerien für Arbeit und Soziales (BMAS) und Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie den Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) gefördert.

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg und der finanziellen Unterstützung durch das Jugendamt Friedrichshain-Kreuzberg durchgeführt.

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Diversitätsorientierte Organisationsentwicklung

Diversitätsorientierte und diskriminierungskritische Organisationsentwicklung

„Diversitätsorientiert“ heißt in diesem Kontext davon auszugehen, dass unsere Gesellschaft vielfältig ist und vielfältig sein soll. Das erscheint zuerst selbstverständlich bis wir merken, dass manche Einrichtungen gesellschaftliche Vielfalt als Herausforderung, als Hindernis oder Belastung behandeln.
In diesem Projekt (2015-2019) erproben wir unterschiedliche Formen der Beratung sowie Konzepte der Weiterbildung. Unser Ziel ist es, kommunalen Verwaltungen, Jugendämtern, Partnerschaften für Demokratie, Jugendfreizeiteinrichtungen, Beratungsstellen und weiteren Institutionen im Sinne der Organisationsentwicklung eine Palette von Ansätzen anzubieten, die

• eine größere Diversitätsorientierung ermöglichen,
• auf ausschließende oder diskriminierende Handlungen aufmerksam machen und
• zur Weiterentwicklung der eigenen institutionellen Praxis führen.

Wir kooperieren dabei mit weiteren Trägern und Modellprojekten im Bundesprogramm sowie mit unabhängigen Einrichtungen bundesweit. Dieses Vorhaben mit dem Arbeitstitel „Diversitätsorientierte und diskriminierungskritische Organisationsentwicklung“ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und der Freudenberg Stiftung gefördert und in Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der RAA durchgeführt.

 

Irène Servant T +49 30 24045-250

 

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Ein Quadratkilometer Bildung Berlin-Moabit

Ein Kiez, ein Viertel, ein Quartier oder eben ein Quadratkilometer Stadt wird zum Leuchtturm, zum Beispiel dafür, was passiert, wenn alle am Bildungsprozess Beteiligten an einem Strang ziehen und 10 Jahre lang dasselbe Ziel verfolgen: Gleiche Bildungschancen für alle Kinder! Ein Quadratkilometer Bildung in Berlin-Moabit ist eine gemeinsame Initiative von der Freudenberg Stiftung, der RAA Berlin und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft. Ein Quadratkilometer Bildung Berlin-Moabit ist einer von sieben Standorten der bundesländerübergreifenden Initiative Ein Quadratkilometer Bildung.

Warum Ein Quadratkilometer Bildung?

Kein Kind, kein Jugendlicher geht auf seinem Bildungsweg in seinem Stadtteil verloren.

Wir konzentrieren uns in Moabit-West, einem sozial benachteiligten Stadtteil, in dem etwas mehr als 20.000 Menschen leben und der geprägt ist von einer hohen Bevölkerungsfluktuation, auf die Kinder der Carl-Bolle-Grundschule. Etwa 65% von ihnen leben im Beusselkiez, einem der ärmsten Gebiete Berlins. Ihre Bildungschancen und die der nächsten Generationen sollen nachhaltig verbessert werden. Von den Bedingungen der Carl-Bolle-Schule (Schlüsselschule) ausgehend planen und gestalten wir unsere Arbeit.

Wir wollen, dass in allen Einrichtungen eine Lernkultur besteht, die gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung fördert, in der Kinder und Jugendliche ihr Lernen selbst organisieren und ihre Lernerfolge selbst wahrnehmen. Wir wollen erreichen, dass Kinder und Jugendliche Lernräume und Lernanforderungen wiedererkennen, wenn sie von einer Bildungseinrichtung in die nächste wechseln. Wir wollen, dass ihre sprachlichen Fähigkeiten von Anfang an gefördert werden und sich in der Schule in allen Fächern weiterentwickeln. Bewegung und die Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Phänomenen fördern gezielt die sprachliche und die intellektuelle Entwicklung. Die Zusammenarbeit der Bildungseinrichtungen und die Vernetzung im Kiez tragen zur Unterstützung und Verankerung dieser Ziele bei.

Welche Methoden/Instrumente werden eingesetzt? Wie wird gearbeitet?

Unsere Kolleginnen und Kollegen arbeiten mit den Bildungseinrichtungen im Kiez, in erster Linie den Kitas und der Schlüsselschule, zusammen. Schnittstelle der Arbeit ist die Pädagogische Werkstatt. Die Bedürfnisse der Kinder fest im Blick, werden die Übergänge zwischen den Einrichtungen verbessert, die Qualität der Einrichtungen weiterentwickelt auf der Grundlage der vorhandenen Stärken und die Vernetzung im Quartier gemeinsam mit dem Quartiersbüro vertieft. Werkzeug dazu ist das Audit Förderqualität, ein Selbstevaluationsinstrument, das eine gemeinsame pädagogische Leitlinie aller Einrichtungen in Ein Quadratkilometer Bildung festigt und das einmal jährlich durchgeführt wird. Daraus leiten sich Maßnahmenpläne ab.

Weitere Schwerpunkte sind die Stärkung der Zusammenarbeit mit Eltern gemeinsam mit den Migrantenorganisationen und die Roma-Schulmediation, die eine besondere Bedeutung in Moabit gewonnen hat.

Welche Perspektiven/Planungen gibt es für die Weiterentwicklung?

Ein Quadratkilometer Bildung ist eine auf 10 Jahre angelegte Lernplattform. Alle Beteiligten lernen voneinander und miteinander. Auf diese Weise werden idealerweise in einem induktiven Verfahren transferfähige Module entwickelt. Das Modell der Lerntherapie in der Schule, das von der Helga-Breuninger-Stiftung entwickelt und gemeinsam mit der Pädagogischen Werkstatt durchgeführt wird, ist so gut ausprobiert, das es weitergegeben werden kann.

Die gemeinsam mit der RAA Berlin installierte Roma-Schulmediation ist ebenfalls ein Modul, welches wir weiterentwickeln. Das Übergangsmanagement und die Bedingungen der Zusammenarbeit mit Eltern sind Gegenstand von Masterarbeiten. Die Zusammenarbeit mit der wissenschaftlichen Forschung wird neue Perspektiven aufzeigen.

Barbara Kirchner       T +49 30 39840-177


Extrem Demokratisch – Muslimische Jugendarbeit stärken

Das Projekt „Extrem Demokratisch – Muslimische Jugendarbeit stärken“ unterstützt Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der muslimischen Jugendarbeit in ihrer Tätigkeit wie auch in ihrem Engagement für die Gesellschaft durch Fortbildungen, Qualifizierungen und ein begleitendes Coaching. Zudem bietet das Projekt Möglichkeiten des Austauschs und der Zusammenarbeit mit weiteren Jugendorganisationen an.

Darüber hinaus schafft es einen Rahmen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der muslimischen Jugendarbeit, um Gegenstrategien und eigene Antworten auf religiös begründetem Extremismus gemeinsam zu entwickeln. Hierbei geht es darum, mit professioneller Unterstützung und Begleitung eigene Wahrnehmungen und Methoden zu reflektieren und dadurch gute Ansätze der Auseinandersetzung mit religiös begründetem Extremismus weiterzuentwickeln.

Berlin – Allgemein
Kofi Ohene-Dokyi T +49 30 24045 – 554

Lydia Nofal T +49 30 24045 – 130

Heilbronn
Tanja El-Ghadouini T +49 7131 9730 – 106

 

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In Berlin wird “Extrem Demokratisch” gefördert von der Landeskommission “Berlin gegen Gewalt”

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Griffbereit

Griffbereit ist ein Programm, das auf die Förderung der allgemeinen kindlichen Entwicklung im Alter von ein bis drei Jahren abzielt und die Familiensprachkompetenz unterstützt. Es macht die Eltern mit dem deutschen Bildungssystem vertraut und vermittelt Methoden zur Förderung kreativen und selbständigen Lernens. Mit Griffbereit werden Eltern durch Anleitung und Arbeitsmaterialien bei der Förderung ihrer Kinder unterstützt und in ihren Erziehungskompetenzen gestärkt. Die Anleitung erfolgt im Kindergarten oder in einer Familienbildungsstätte durch geschulte zweisprachige Mütter oder durch professionelles Personal der jeweiligen Einrichtung. Die Durchführung ist für die Dauer von mindestens 6 bis maximal 24 Monaten möglich.

Die Eltern kommen zu wöchentlichen Treffen mit ihren Kleinkindern in die Einrichtung. Dort fördern sie mithilfe der Kursleiterin ihr Kind mit allen Sinnen und nehmen Spielvorschläge und Anregungen mit nach Hause, um sie dort umzusetzen.
Griffbereit wird zweisprachig weitergegeben, d.h. die Gruppentreffen werden in der Familiensprache und in Deutsch durchgeführt und beinhalten dadurch die Chance der “gelebten Integration”. Die Zweisprachigkeit kann durch eine Person gewährleistet werden oder durch zwei Kursleiterinnen, die jeweils eine Sprache – Deutsch und eine weitere Familiensprache – durchgängig anbieten. Den Eltern wird damit einerseits Hilfestellung bei der Erziehung ihrer Kinder auf gleichberechtigter Ebene angeboten. Andererseits finden sie Anerkennung und Ermutigung als Expertinnen und Experte für die Entwicklung ihrer Kinder. Gemeinsames Ziel von Eltern und Kursleiterinnen ist die Förderung dieser Entwicklung. Eltern, die an Griffbereit teilnehmen sind sensibilisiert für die Kompetenzen und Bedürfnisse ihrer Kinder. Fast alle Eltern melden ihre Kinder aus der Griffbereit-Gruppe in einer Kindertagesstätte an und erhalten dabei Unterstützung durch die Kursleitung.

Stefanie Woschniok       T +49 30 90298-1692


Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen

Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen durch die RAA Berlin

“Jugendarbeit an Schule” ist die aktuelle Bezeichnung für die ehemaligen Schülerclubs. Mit ihren Angeboten und Projekten trägt Jugendarbeit an Schule zur Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler sowie zur demokratischen Schulentwicklung bei.
Innerhalb der Jugendarbeit an Schule erfolgt eine kontinuierliche Förderung von Jugendlichen, die durch ihre Lebensbedingungen und Sozialisationsgeschichte benachteiligt sind. Gleichzeitig werden im Schulalltag engagierte und kreative Jugendliche sowie Schülerinnen und Schüler mit hoher Lernmotivation und vielfältigen Interessensbereichen unterstützt.
Die Jugendarbeit an Schule steht mit ihren Räumlichkeiten und Angeboten allen Schülerinnen und Schülern der Schule in der Mittagsfreizeit, in Freistunden sowie für Projektarbeit offen. Aber auch schulfremde Jugendliche können nach dem Unterricht hierher kommen und mitmachen. Hier probieren Jugendliche in einem „eigenen Raum“ – zwischen Elternhaus und Schule – das Zusammenleben mit eigenen Regeln und sammeln dabei vielfältige Erfahrungen.

Die Jugendsozialarbeit versteht sich als Kooperationsprojekt zwischen Schule, Jugendhilfe (RAA Berlin e.V.) und Berufswelt.
Die Aufgabenfelder sind z.B. Begleitung und Unterstützung der Schulentwicklung, Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf, Kontinuierliche Arbeit aufgrund von Verhaltensauffälligkeiten und gezielte Unterstützung bei der Berufsorientierung/-vorbereitung und beim erfolgreichen Übergang der Jugendlichen in die Ausbildung und den Arbeitsmarkt.
Arbeitsschwerpunkte sind u.a. die Erfassung und Bestandsaufnahme von schuldistanzierten bzw. schulabsenten Schülerinnen und Schülern sowie die Rückführung und Begleitung der Jugendlichen in den Unterricht ggf. mit anfänglicher Hospitation durch die Projektmitarbeiterinnen. Hilfe bei familiären und schulischen Problemen, Konflikten mit Lehrer/innen, Mitschüler/innen oder im Umfeld sowie im Umgang mit Über- oder Unterforderung im Unterricht, Misserfolgen und (scheinbarer) Perspektivlosigkeit.
Aufbau eines lokalen Netzwerks von Unterstützern für Schule und Schüler/innen – Kooperation mit Betrieben, öffentlichen und privaten Anbietern sozialer und soziokultureller Leistungen sowie Trägern und Fördereinrichtungen im Bereich Jugend(sozial)arbeit, außerschulischer Bildung, Ausbildungsvorbereitung und Jugendberufshilfe.

An folgenden Standorten betreibt die RAA Berlin aktuell Jugendarbeit an Schule und Jugendsozialarbeit:


Heinz-Brandt-Schule (Integrierte Sekundarschule)

Anette Becker T 0151 230 41 481


Jüdisches Gymnasium Moses Mendelssohn

Der Moses Club auf Facebook

Ralf Mahlich T +49 30 7262657-137

Charlotte von Stromberg T +49 30 7262657-137


Lenau-Grundschule

Magda Abou-Helika und Anna Altıntaş T +49 30 818588-19


Das Programm „Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen“ wird durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie finanziert.

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JUMA

JUMA: jung, muslimisch, aktiv

Das Projekt „JUMA, jung, muslimisch, aktiv“ schafft eine öffentliche Plattform für muslimische Jugendlichen. Hier kommen aktive, gläubige Jugendlichen mit unterschiedlichen Hintergründen, tauschen sich aus und reflektieren über die Gesellschaft, über die Situation von muslimischen Menschen in Deutschland, über Politik, Religion, Vielfalt und Engagement.

Das Projekt erleichtert muslimischen Jugendlichen Zugänge für Begegnungen mit politischen Akteuren und Entscheidungsträgern in anderen gesellschaftlichen Bereichen. Bei muslimischen Jugendlichen aus Moscheen und muslimischen Organisationen wird das Interesse an Engagement gestärkt und gezielt gefördert. Durch die mediale Begleitung des Projekts entstehen in der Öffentlichkeit Bilder engagierter, integrierter und dieser Gesellschaft positiv zugewandter Muslime und Musliminnen: das gibt anderen muslimischen Jugendlichen eine Orientierung und trägt in der Mehrheitsgesellschaft zum Abbau von antimuslimischen Vorurteilen bei.

Kofi Ohene-Dokyi

Lydia Nofal      T +49 30 24045 – 554

Juma


MORGEN

Das Projekt MORGEN (Miteinander organisieren für rassismuskritische und gewaltfreie Erziehung) ist eine Initiative zur Förderung von Chancengleichheit und die Entwicklung einer rassismuskritischen Kultur an Berliner Schulen und Kindergärten. Durch die Teilnahme an den monatlich oder zweimonatlich stattfindenden Foren, können alle Beteiligten gemeinsam nachhaltige „good practice“ Strategien entwickeln, erproben und verbreiten.

Die drei moderierten Foren sind für

  • Eltern, deren Kinder besonders von rassistischer Diskriminierung betroffen sind
  • Pädagogisches Personal, das besonders von rassistischer Diskriminierung betroffen ist
  • Vertretungspersonen aller Interessensgruppen (z.B. auch Schulbehörden) von Berliner Kitas und Schulen

Die Begünstigten vom Projekt MORGEN sind in erster Linie Kinder und Jugendliche, die aufgrund von rassistischen Zuschreibungen und strukturellen Barrieren im Bildungssystem gezwungen sind, sich mit dem Thema Rassismus auseinanderzusetzen. Laut Professorin Dr. Auma sind diese Kinder und Jugendlichen „rassismuserfahren“. In Zusammenarbeit mit Initiativen wie „Fridayz“ von EOTO e.V. und JUMA (Jung, Muslimisch, Aktiv) halten wir regelmäßig Rücksprache mit rassismuserfahrenen Kindern und Jugendlichen über die konkreten Schritte des Projektes. Das Projekt (direkter Arbeit) richtet sich an rassismuserfahrene Eltern und pädagogische Fachkräften.

Ziel des Projektes ist, durch einen dialogischen Prozess die Perspektiven von rassismuserfahrenen Kindern, Jugendlichen, Eltern und Pädagoginnen und Pädagogen stärker in die Arbeitsvorgänge von Schulen und Kitas einzubringen und zu berücksichtigen.

Dr. Andrés Nader T+49 30 24045-100

Das Projekt MORGEN wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung im Rahmen des Landesprogramms „Demokratie. Vielfalt. Respekt. Gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus“.


Roma-Schulmediation der RAA Berlin

Ziel der Roma-Schulmediation ist die Verbesserung der Bildungschancen junger Roma, falls sie Unterstützung brauchen, sowie die langfristige Inklusion aller Kinder und Jugendlichen im Bildungsbereich (gleichberechtigte Teilhabe mit gleichberechtigtem Zugang).

Im Vordergrund der Schulmediation steht das Kind, bzw. der Jugendliche. Im Idealfall heißt Mediation dabei die Kommunikation zwischen zwei Seiten so zu unterstützen, dass die Parteien selber zu einer dauerhaften Kooperation kommen. Die Zusammenarbeit von Schule und Familien beruht auf dem gemeinsamen Ziel des Bildungserfolgs.

Die Schulmediatoren und Mediatorinnen unterstützen das gegenseitige Verständnis und die Kommunikation u.a. durch Eltern/Lehrer-Gespräche, Familienbesuche und Begleitung von Schulkindern. Sie sorgen für eine vertrauensvolle Kommunikation aller Beteiligten. Als Ansprechpartner stehen sie allen Beteiligten zur Verfügung (Eltern und Schulpersonal) und handeln dabei im Interesse der Kinder und Jugendlichen.

Tätigkeitsfelder und Aufgaben der Schulmediation

  • Hilfe bei der Einschulung, Schulvorbereitung und Informationstransfer (z.B. bei Fragen zur Schullaufbahn der Kinder, ärztlichen Untersuchungen, Terminen)
  • Aufklärung über die Rechte von Kindern und Eltern
  • Intervention bei Schulabsenz
  • Hausbesuche
  • Begleitung der Schulkinder im Unterricht und bei außerunterrichtlichen Schulaktivitäten
  • Lernhilfe und andere pädagogische und kulturelle Aktivitäten anbieten oder vermitteln oder die Lehrkraft bei der Umsetzung unterstützen
  • Kontakte zu Lehrerinnen und Lehrern und anderen pädagogischen Fachkräften herstellen
  • Vertrauensvolle Beziehungen zu den Kindern und Eltern gestalten
  • Motivation stärken (bei Eltern – Kindern – Familie – Lehrkräfte)
  • Teilnahme an Elternabenden und Lehrerkonferenzen
  • Begleitung von Eltern-Lehrergesprächen, Vermittlung in Konfliktsituationen
  • Sensibilisierung für diskriminierende Situationen und zum Thema Antiziganismus. Im Fall von Diskriminierung wirken die Mediatorinnen und Mediatoren als Anwälte der Kinder und Familien.
  • Vermittlung von weiteren Hilfsangeboten
  • Eruierung von besonderen familiären Hilfsbedarfen und Organisation geeigneter Maßnahmen in Kooperation mit der Schulsozialarbeit, Pädagogischem Team, Regionale Sozialpädagogische Dienste (RSD) und Jugendamt

Schwerpunktmäßig arbeiten derzeit 6 Mediatorinnen und 2 Mediatoren in den Bezirken Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Lichtenberg. Im Bezirk Mitte (Alt-Moabit und Wedding) kooperiert die RAA Berlin mit 5 Schulen, an denen Roma-Schulmediatorinnen und Mediatoren eingesetzt sind. Dazu gehören: Wedding-Grundschule, Humboldthain-Grundschule, Carl-Bolle-Grundschule, ISS Willy-Brandt, Schule am Zille-Park, Standort Gotenburger Straße 7-9 (vormals Wilhelm-Busch-Schule). In Friedrichshain-Kreuzberg ist die Mediatorin im Beratungs- und Unterstützungszentrum für Inklusion angesiedelt und Ansprechpartnerin für Schulen des ganzen Bezirks. Kooperationspartner in Lichtenberg sind die Adam Ries Grundschule und die Schule Am Breiten Luch.

Dr. Andrés Nader             T +49 30 24045-100

Diese Arbeit wird gefördert durch die Freudenberg Stiftung, die Linden Stiftung, das Programm “Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen – Jugendsozialarbeit mit besonderen Aufgaben” der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft und das Jugendamt Berlin-Mitte.

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Rucksack

„Rucksack“ ist ein Programm zur alltagsintegrierten Sprach- und Familienbildung, das in Kitas und Grundschulen angeboten wird. Es richtet sich an Kinder im Alter von drei bis acht Jahren und ihre Eltern. Aktuell wird „Rucksack“ in Berlin an zwanzig Kitas und fünf Grundschulen umgesetzt. Die wesentlichen Ziele des Rucksack-Programms sind:

  • Förderung und Wertschätzung der Mehrsprachigkeit und der ganzheitlichen Entwicklung der Kinder
  • Förderung der Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtung und Elternhaus
  • Verbesserung der Bildungschancen aller Kinder

Die Eltern treffen sich im Rahmen des Programms einmal wöchentlich in der Kita oder Schule mit einer Elternbegleiterin. Sie stellt ihnen die Rucksack-Materialien vor und gibt Anregungen, wie sie diese zu Hause mit den Kindern in ihrer Familiensprache spielerisch bearbeiten können. Damit erfährt die Familiensprache eine Anerkennung als wertvolle Ressource. Parallel dazu werden in der Bildungseinrichtung dieselben Themen auf Deutsch in die Arbeit mit allen Kindern integriert. Diese Wertschätzung und Förderung der Erst- und Zweitsprache wirken sich insgesamt positiv auf die Kompetenzen der Kinder aus. „Rucksack“ lässt sich dabei in den Kita- und Grundschulalltag ebenso leicht integrieren wie in den Familienalltag, schafft positive und regelmäßige Gelegenheiten des Austauschs und erleichtert damit die Zusammenarbeit von Eltern und Einrichtung.

Rucksack Schule:
Sabrina Putschandl       T +49 30 90298-1693

Rucksack Kita:
Stefanie Woschniok      T +49 30 90298-1692


Servicestelle Elternpartizipation und Sprachförderung

Servicestelle Elternpartizipation und Sprachförderung

Die Servicestelle Elternpartizipation und Sprachförderung ist eine Einrichtung des Jugendamts Friedrichshain-Kreuzberg und der RAA Berlin. Sie hat folgende Arbeitsschwerpunkte:

• Beratung von Kindertagesstätten und Grundschulen zum Thema „Elternpartizipation“ mit dem besonderen Schwerpunkt Familien mit Migrationshintergrund
• Koordination des Familienbildungs- und Sprachförderprogramms Rucksack und der zweisprachigen Spielgruppe Griffbereit
• Koordination der Berliner Elternforschungsgruppen und des internationalen Austauschs mit UPP-Gruppen aus Frankreich und Belgien
• Vermittlung und Durchführung von Fortbildungsangeboten zu den Themen Elternpartizipation, Interkulturelle Kompetenz, Anti-Bias, Early Excellence Centers, Sprachbildung/-förderung und Mehrsprachigkeit, Family Literacy und Väteraktivierung
• Vernetzung von Jugendhilfeträgern, Schulen, Kindertagesstätten und Familienzentren, Bibliotheken, dem Jugendamt und anderen Institutionen im Themenfeld

Die Servicestelle bemüht sich um die Verbesserung der Kommunikation und Kooperation zwischen Eltern, Bildungseinrichtungen (Kita und Schule) und anderen Institutionen in den Sozialräumen mit dem Ziel, die Chancen aller Kinder zu verbessern und Bildungsbenachteiligung abzubauen. Die Vielfalt von Familienkulturen wird dabei ebenso berücksichtigt wie Sprachbarrieren, Armut und fehlende Zugänge für die Eltern zu den Bildungseinrichtungen. Die Servicestelle will damit vor Ort Prozesse in Gang bringen und unterstützen, die lebendig und nachhaltig wirksam sind. Gegenseitige Wertschätzung und Ressourcenorientierung bei allen Beteiligten, Zeit für Selbstreflexion und Austausch sind hierbei Voraussetzung für Erfolg.

Die Servicestelle als Kooperationseinrichtung eines freien Trägers und der Kommune ist Teil der Werkstatt Integration durch Bildung – WIB und bringt hier ihre Themenschwerpunkte insbesondere in die Lehrer/innenfortbildung ein.

Stefanie Woschniok
Müslüm Bostanci
Frank Hajdu
Sabrina Putschandl

Werkstatt Integration durch Bildung

  • Adalbertstraße 23 B, 10997 Berlin, T+ 49 30 90298 – 1692/93


  • Sprachförderung und Nachhilfe in Wedding

    Der Förderunterricht SPRINT (SPRache und INTegration) ist ein Projekt zur Bildungs- und Sprachförderung im Berliner Wedding. SPRINT wendet sich an motivierte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund vom 5. bis zum 13. Schuljahr, die ihre Noten verbessern und gute Abschlüsse schaffen wollen. SPRINT unterstützt diese Kinder und Jugendlichen in allen Schulfächern und fördert sie in ihrer Fach- und Schriftsprachlichkeit durch Lehramtsstudierende, die dabei selbst Schulpraxis sammeln.

    Sprachförderung und Nachhilfe sind für die Schülerinnen und Schüler kostenlos. Der SPRINT-Förderunterricht findet an 6 Schulen in Brennpunktkiezen im Berliner Wedding und zentral im Medienhof-Wedding statt. Er wird finanziert aus freien Mittel der Schulen, durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin, die Kemis- und die Geißler-Stiftung und durch private Spenden. Es gibt enge Kooperationen mit der Bibliothek im Luisenbad und der VHS-Mitte. SPRINT organisiert auch Theaterstücke mit den Schülerinnen und Schülern, gestaltet Ausflüge und Aktionen mit ihnen und stellt Sprachfördermaterialien für den Fachunterricht her.

    Herbert Weber       T +49 30 49768-460

    Medienhof


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